Freitag, 28. Dezember 2012

Pflege-Auszeit

Dass unsere geliebten Oberschildbürger ein bisschen meschugge sind - nein, das bedeutet nicht "gehinamputiert", sondern ist jiddisch für "bekloppt", "plem-plem" (verrückt) - und nichts auf die Reihe bekommen, das wissen wir.

Letztes Glanzstück und genialer Einfall um keine Pflegegelder zahlen zu müssen:

Die Pflege-Auszeit für Arbeitnehmer!

 Also die arme Sau, die einen Angehörigen zu Hause pflegen muss, weil er sonst in ein Pflegeheim muss, hat mehrere riesen Probleme: Die Krankenkassen, die für die Pflege eigentlich aufkommen müssten, denn sie haben ja jahrelang bis zu 14% seines Einkommens bekommen ... tun dies einfach nicht!  Zumindestens nicht in dem Maß in dem sie es müssten, sondern geben bestenfalls Almosen.

Also muss der Pflegende zum einen das zusätzlich benötigte Geld selbst aufbringen. Zum anderen muss er aber die Zeit zum Pflegen aufbringen und kann in dieser Zeit nicht arbeiten gehen, kann also das zuzätzlich zur Pflege benötigte Geld nicht verdienen!

Der Staat hilft den Betroffenen nicht. Z.B.  in dem er entweder diese Gelder bereitstellt... oder entsprechende Gesetze schafft, die die Versicherungen in die Pflicht nimmt...  sondern er lässt die betroffenen im Stich und denkt sich folgende Scheisse aus:

Der pflegende Arbeitnehmer, geht für bis zu 2 Jahren nur "halbtags" arbeiten, und bekommt in dieser Zeit 75% seines Gehalts. Dieses Geld muss er hinterher abarbeiten, indem er wieder vollzeit arbeiten geht, aber weiter nur 75% Lohn bekommt, bis seine Schuld beglichen ist.

Klasse ausgedacht! Der Pflegende verdient nicht MEHR Geld, das er dringend braucht... sondern WENIGER!


Jetzt hat die Oberschildbürgerin Familienministerin Schröder , die diesen schlauen Plan hatte, festgestellt: "Komisch, das nimmt ja gar niemand in Anspruch!?", denn von 1,6 Millionen (!!!) Familien, die einen Angehörigen selbst pflegen haben nur 200 (??) diesen Unfug in Anspruch genommen.

Ich frage mich völlig verzweifelt: Was haben sich denn die Oberschildbürger gedacht, was nach der 2 Jahresfrist in den betroffenen Familien passiert? Denn das Problem ist dann in den seltendsten Fällen gelöst: Der Pflegebedürftige ist immer noch da und ist immer noch pflegebedürftig! Ach ja... ok... man könnte ihm oder ihr auf den Kopf hauen und das dann immer noch vorhandene finanzielle Problem auf diese Weise lösen... Aber soweit ich weis, ist Sterbehilfe in Deutschland immer noch verboten...

Wie dumm und weltfremd muss man denn sein, um sich so etwas auszudenken, und dann auch noch ernsthaft zu erwarten, dass dieser Scheiss ein Erfolg wird? Wieviel haben unsere Oberschildbürger  in der Zeit, in der sie sich diesen Mist ausgedacht haben, von unseren Steuergeldern als Gehalt bekommen? Wievielen Pflegeleistenden hätte man mit dem Geld wirklich helfen können?

Vielleicht sollte man eher diesen Idioten in den Ministerien, die sich so etwas ausdenken, kräftig auf den Kopf hauen, vielleicht kann man ihnen ja noch nachträglich etwas gesunden Menschenverstand einprügeln...
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